Überlebenstipp Nummer 1: Nimm verdammt noch mal eine Waffe mit, wenn Monster dich töten wollen.

Martin Gancarzyk – Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten

Titel: Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten
Autor: Martin Gancarzyk
ISBN: 978-3966986021

Klappentext: Mit Anlauf in den größten Haufen Mist – nichts könnte Grayson Huffs Leben besser beschreiben. In einer Welt, in der Menschen wie Nutztiere gehalten werden, versucht der 28-jährige, als eben dieser zu überleben. Was allerdings nur bedingt klappt bei seinem Pech, denn er stirbt und erwacht gleich darauf wieder aus dem Reich der Toten. Etwas, das als Mensch jedoch unmöglich ist – richtig?

Doch Grayson ist kein Mensch, zumindest wenn er dem Gestaltwandler Wayland glauben darf, der für den Geheimdienst MIA arbeitet und ihn in Mysterien einweiht, von denen Grayson nicht mal zu träumen gewagt hat. Bald schon verstrickt er sich immer tiefer in Machenschaften, die bis zum Anbeginn der Zeit zurückreichen. Und dann wären da noch die aufkommenden Gefühle zu Wayland, die das Chaos perfekt machen.

Spannung: SternebewertungSternebewertungSternebewertung

Humor: SternebewertungSternebewertungSternebewertung

Liebe: SternebewertungSternebewertungSternebewertung

Fantastik: SternebewertungSternebewertungSternebewertung

Anspruch: SternebewertungSternebewertungSternebewertung

Die Idee hinter dem Buch

In „Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten“ geht es um die Agenten Grayson Huff und Wayland Bishop, die für den Geheimdienst MIA arbeiten. Das Buch ist eine Art Urban-Fantasy-Dystopie, die im Chicago der Zukunft spielt, in dem neben Menschen, jede Menge Schattenwesen leben. Als Grayson stirbt und der Tod von Chicago ihn nicht mitnehmen will, ahnt er, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Der Agent Wayland bringt ihn zu MIA und die beiden stellen fest, dass es Geheimnisse zu lüften gibt, die sie in Lebensgefahr bringen werden.

Umsetzung

Das Buch ist aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben. Während Grayson luftig, locker und lustig aus der Ich-Perspektive erzählt, ist Wayland distanzierter, wie er selbst, aus der personellen Erzählperspektive geschrieben. Dazwischen gibt es immer wieder Schattensequenzen, auf schwarzem Papier gedruckt, die die Perspektive des Gegners zeigen.

Neben dem Rätsel um Grayson Huff und jeder Menge Nebengeheimnissen, ist das Buch sehr charaktergetragen. Es passiert jede Menge Action und doch treiben vor allem die Charaktere das Buch voran. Die Liebesgeschichte ist von den ersten Seiten an präsent, drängt sich jedoch nicht in den Vordergrund, sodass der Fokus auf der Mission und vor allem Graysons Vergangenheit liegen bleibt.

Schreibstil und Lesefluss

Das Buch ist humorvoll, spannend, actionreich, verwirrend, voller Geheimnisse und angenehm zu lesen. Der Schreibstil lässt sich einfach lesen, doch die Komplexität der Welt hat bei mir dafür gesorgt, dass ich mir beim Lesen doch Zeit nehmen musste, um alles zu verstehen.

Charaktere aus Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten

Die Charaktere sind großartig. Sie sind detailliert ausgearbeitet, ziemlich individuell, passend auf sich zugeschnitten und mehr als vielschichtig. Das einzige, was mich hier ein wenig gestört hat: Es waren zu viele. Irgendwann kam ich nicht mehr richtig mit und fühlte mich wie bei Vampire Diaries, wenn man zwischendurch mal für eine halbe Stunde eingenickt ist und plötzlich fünf neue Personen in der Serie drinstecken, die so tun, als wären sie seit der ersten Staffel dabei. Auch wenn die Charaktere in Cold-Blooded nicht verwandt sind: Ein Stammbaum wäre gut gewesen – oder ein Personenregister. Ich hoffe, dass es sowas wie eine Charakterübersicht im zweiten Teil gibt, sonst werde ich den ersten Teil rereaden müssen.

Fazit: Wem ich Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten empfehlen kann

Du liebst düstere, spannende und humorvolle Urban-Fantasy im Setting einer großen Weltmetropole? Die liebst es gemeinsam mit den Protagonisten auf die Jagd nach der Lüftung von Geheimnissen zu gehen? Dann ist die Geschichte der beiden Geheimagenten genau das richtige für dich.

3 Fragen an den Autor

  1. Du liebst große Metropolen als Settings für deine Romane. Bist du schon einmal in Chicago gewesen?
    In Chicago bisher nur per Google Streetview, da ich alle Schauplatze damit besucht habe – plus zig Videos zu Chicago.
  2. Deine beiden Protagonisten sind mehr oder weniger unfreiwillig Agenten im Dienst der Magical Intelligence Agency. Welche Aufgabe hättest du als Agent der MIA?
    Ich wäre vermutlich PR und Presse zuständig, um die Leute davon abzulenken, was wir als Agency gerade treiben.
  3. Gestaltenwandler sind nicht unüblich in Cold-Blooded. Welches Tier findest du zum wandeln ziemlich praktisch, das bisher aber noch nicht vorgekommen ist?
    Uff, gute Frage. Es kommt vermutlich auf die Situation an. Gestrandet wäre ein Hai gut, dann kannste nach Hause schwimmen, ohne große Fressfeinde zu haben. Ansonsten ist fliegen zu können nicht verkehrt – da wäre ich wohl ne Fledermaus mit meinem Schlafrhythmus. Ansonsten wäre ein Waschbär sicher auch schlau, denen wollen alle knuddeln und du kannst sie dann hinterrücks umbringen. Ja, das wäre wohl praktisch. 
Martin Gancarzyk

Wenn du spannende Hintergrundinfos und erste Leseschnipsel aus dem zweiten Teil der Cold-Blooded Reihe haben möchtest und nebenbei jede Menge Informationen über den Autorenalltag von Martin, dann schau unbedingt auf seinem Instagram-Account vorbei.